Zahnbehandlung im Dämmerschlaf (Analgosedierung)

Einfach nichts spüren und sich an nichts erinnern ist der Wunsch vieler Zahnpatienten. Der Dämmerschlaf macht es möglich, dass man von der Zahnbehandlung nichts mitbekommt. Moderne Narkosetechniken, wie die totale intravenöse Anästhesie, erfüllen diesen Wunsch.

Beim Dämmerschlaf verabreicht der Anästhesist ein intravenöses Betäubungsmittel und Beruhigungsmittel. Dadurch wird der Patient in einen Zustand versetzt, wo man weder Angst noch Schmerz verspürt. Durch die kurze Wirkungsdauer der benutzten Narkosemittel sind Übelkeiten und Erbrechen sehr selten. Der Dämmerschlaf kann den Patientenbedürfnissen durch die ideale Steuerbarkeit angepasst werden, so dass die Erholungsphase vergleichsweise kurz ist. Der Dämmerschlaf eignet sich auch sehr gut für umfangreiche Zahnbehandlungen, bei denen das Bewusstsein nicht vollständig abgeschaltet werden muss.

Zweck der Sedierung:

  • die Durchführung gewisser umfangreicherer Eingriffe zu erleichtern (z.B. Sinuslifte, Einsetzung mehrerer Implantate etc.)
  • den Patienten in eine physische und psychische Ruhe zu versetzen, und somit die negativen Wirkungen der Aufregung zu mindern​
  • ausreichende Schmerzausschaltung zu erreichen
  • die ärztliche Tätigkeit zu unterstützen

Bei einer Behandlung im Dämmerschlaf müssen Sie Folgendes beachten:

  • Zwei Stunden vor der Behandlungsind das Essen und Trinken verboten
  • Da die Medikation nicht gleich nach der Behandlung vom Körper abgebaut wird, muss der Patient 1-2 Stunden lang in der Praxis unter Beobachtung bleiben
  • Der Patient wird nur mit einer Begleitperson nach Hause gelassen
  • Gefährliche Tätigkeiten (z.B. Fahrzeug führen) und das Alkoholkonsum am selben Tag strengstens verboten